Innovative Sensortechnologie: Was Schweizer Präzision seit 1990 möglich macht

Innovative Sensortechnologie spielt eine entscheidende Rolle in der schweizerischen Industrie, die bereits im Jahr 1990 elektrische Energie in einer Höhe von 41’374 TJ oder 11’502 GWh verbrauchte. Die Nachfrage nach zuverlässigen und robusten Gasanalysatoren wächst rapide, während die Sensor- und Messtechnikindustrie im vierten Quartal 2024 einen Umsatzrückgang von vier Prozent im Vergleich zum Vorquartal verzeichnete.
In Zeiten fortschreitender Urbanisierung, des rasanten Klimawandels und wachsender Globalisierung stehen wir vor enormen gesellschaftlichen Herausforderungen. Deshalb setzen wir auf innovative Sensorlösungen, die durch ihre Genauigkeit und Konsistenz unter verschiedenen Messbedingungen gekennzeichnet sind. Tatsächlich bieten wir nicht nur die einzigen Hi-Rel ESCC-zertifizierten Dünnfilm-Platin-Temperatursensoren an, sondern halten auch die ESCC-Qualifikation für Kabelverlängerungen. Darüber hinaus wird die Sensorik selbst ein Weg sein, Prozesse nachhaltiger zu gestalten.
In diesem Artikel betrachten wir die Entwicklung der Schweizer Sensortechnologie seit 1990, beleuchten wichtige Anwendungsbereiche und zeigen, wie diese Präzisionstechnologie verschiedene Branchen revolutioniert.
Schweizer Sensorpräzision seit 1990: Ein Überblick
Die Schweiz hat sich seit den frühen 1990er Jahren als Zentrum für hochpräzise Sensortechnologie etabliert. Mit kontinuierlicher Innovation und unnachgiebigem Streben nach Qualität haben Schweizer Unternehmen weltweit Massstäbe gesetzt.
Historische Entwicklung der Sensortechnologie in der Schweiz
Die Erfolgsgeschichte der Schweizer Sensortechnologie begann mit der Gründung der Innovative Sensor Technology IST AG im Jahr 1991 in Wattwil. Zunächst konzentrierte sich das Unternehmen auf Nickelsensoren für Temperaturmessungen. In den folgenden Jahren erweiterte IST AG sein Portfolio schrittweise:
- 1991: Eintritt in den Markt mit Nickel-Temperatursensoren
- Mitte der 1990er: Erste Entwicklung und Produktion von Platin-Temperatursensoren
- Ende der 1990er: Gründung eines Montagestandorts in Roznov pod Radhostem, Tschechien
- Anfang 2000er: Entwicklung der ersten Durchflusssensoren
- Anschliessend: Entwicklung und Produktion von Feuchtesensoren, Leitfähigkeitssensoren und Feuchtemodule
Seit dieser Zeit haben sich Sensortechnologien kontinuierlich weiterentwickelt. Allerdings traten bei frühen Low-Cost-Sensoren für NO2, O3 und Feinstaub noch diverse Schwierigkeiten auf. Diese basierten hauptsächlich auf elektrochemischen bzw. Metalloxid-Halbleiter-Messverfahren und zeigten Probleme wie mangelnde Kalibrierbarkeit, Querempfindlichkeiten sowie zeitliche Drift.
Rolle von IST AG in der internationalen Sensorlandschaft
Die IST AG hat sich seit ihrer Gründung zu einem globalen Akteur entwickelt. 2005 wurde das Unternehmen Teil der Endress+Hauser Gruppe und baute seine internationale Präsenz weiter aus. Heute ist IST AG auf die Entwicklung und Herstellung von Temperatursensoren, thermischen Massedurchflusssensoren, Feuchtesensoren, Leitfähigkeitssensoren und Biosensoren spezialisiert.
Das Unternehmen arbeitet eng mit Kunden zusammen, um individuelle Sensorlösungen zu entwickeln – von kleineren Anpassungen standardisierter Produkte bis hin zur gemeinsamen Entwicklung neuer Technologien. Darüber hinaus kooperiert IST AG mit einem breiten Netzwerk von Partnern, darunter Institute und Universitäten, um bestehende Technologien kontinuierlich zu verbessern.
Mit Niederlassungen in den USA, China und Tschechien sowie dem Hauptsitz in Ebnat-Kappel, Schweiz, bietet IST AG seine Produkte und Dienstleistungen mit höchsten Qualitätsstandards weltweit an.
Qualitätsstandards und Fertigungstoleranzen im Vergleich
Die Schweizer Sensortechnologie zeichnet sich durch aussergewöhnliche Präzision aus. Short-range-Distanzsensoren aus der Schweiz werden oft mit der Präzision eines “Schweizer Uhrwerks” verglichen und können kleinste Abweichungen, Vertiefungen und Unebenheiten messen.
Entsprechend den bekannten hohen Qualitätsstandards in der Schweiz ist IST AG nach ISO 9001:2015 (Qualität) und ISO 14001:2015 (Umwelt) zertifiziert. Der Produktionsprozess beginnt mit der Beschaffung höchstwertiger Materialien von vertrauenswürdigen Lieferanten und setzt sich in modernen Produktionsstätten fort.
Besonders bemerkenswert ist, dass die meisten Ingenieure bei IST AG nach dem Six Sigma Green Belt Standard ausgebildet sind und somit wesentlich zur systematischen Verbesserung von Prozessen und Technologien beitragen. Umfassende Prozess- und Produktkontrollen werden in allen Phasen der Fertigung durchgeführt, wodurch die Sensoren durch ihre Genauigkeit und Konsistenz unter verschiedenen Messbedingungen gekennzeichnet sind.
Die langjährigen Kundenbeziehungen von IST AG belegen die Qualität im Bereich des Kundenservice. Kunden vertrauen darauf, dass die gelieferten Lösungen einen positiven Einfluss auf ihr Geschäft haben werden.
Anwendungsbereiche innovativer Sensorlösungen
Sensortechnologie findet in zahlreichen Branchen Anwendung, wobei die Präzision und Zuverlässigkeit dieser Technologien entscheidend für deren Erfolg sind. Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten verdeutlichen die Bedeutung dieser Technologie im Alltag und in Spezialanwendungen.
Medizintechnik: Temperatur- und Feuchtesensoren in Diagnosegeräten
Im medizinischen Bereich sind hochpräzise Sensoren unverzichtbar geworden. Besonders bemerkenswert ist der AS6221, ein digitaler Temperatursensor mit einer Genauigkeit von bis zu ±0,09°C, der sich ideal für Gesundheitsanwendungen und Wearables eignet. Dieser Sensor benötigt keine Kalibrierung oder Linearisierung und liefert Messdaten über eine standardisierte I²C-Schnittstelle. Die extrem kleine Baugrösse von nur 1,5 mm × 1,0 mm (WLCSP) ermöglicht präzise Körper- und Hauttemperaturmessungen in besonders kompakten Gesundheitsüberwachungsgeräten.
Darüber hinaus werden in der Medizintechnik Einweg-Temperaturmesssonden eingesetzt, die hohe Qualitätsstandards erfüllen und für verschiedene Anwendungen wie Ösophagus-, Rhinopharynx-, Rektum-, Haut- und Tympano-Messungen entwickelt wurden. Diese Sensoren tragen wesentlich zur Verbesserung von Diagnosen und Behandlungsmethoden bei.
Automobilindustrie: Sensorik für E-Mobilität und Abgasüberwachung
In der Automobilindustrie spielen Sensoren eine zunehmend wichtige Rolle, insbesondere für Elektromobilität und Emissionskontrolle. Temperatursensoren überwachen kritische Bereiche wie Motorsteuerung, Abgassysteme und Thermomanagement von Batteriesystemen. In Abgassystemen tragen Temperatur- und Drucksensoren zur Reduktion von Emissionen und zur Einhaltung von Abgasnormen bei.
Bei Elektrofahrzeugen ist die Temperaturüberwachung während des Ladevorgangs entscheidend. Spezielle Sensoren minimieren thermische Risiken und gewährleisten einen sicheren Ladevorgang. Forschungsansätze zielen auf verbesserte Kühlsysteme und Temperaturmanagement-Technologien ab, um den Wärmeaustausch zu optimieren und Überhitzungsrisiken zu verringern.
Für den Einsatz in der E-Mobilität werden sogar spezialisierte Temperaturfühler entwickelt, die:
- Hohe Spannungsfestigkeit (HV) bis zu 5.000 Volt bieten
- Sehr schnelle Ansprechzeiten aufweisen
- Temperaturbeständig bis zu 200°C sind
- Vollständig gegen äussere Umwelteinflüsse geschützt sind
Raumfahrt: ESCC-zertifizierte Temperatursensoren für Satelliten
Im Februar 2018 erhielt IST AG die ESCC-Qualifizierung (European Space Components Coordination) für eine Serie von Dünnfilm-Platin-Temperatursensoren. Diese Sensoren sind aktuell die einzigen Platin-Temperatursensoren, die diese Auszeichnung von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) erhalten haben.
Die Geschichte der Weltraumsensoren von IST AG begann Mitte der 90er Jahre mit dem Rosetta-Projekt – einer Raumsonde, deren Lander 2014 nach mehr als zehn Jahren auf dem Zielkometen im Weltraum ankam. Infolge der Zusammenarbeit zwischen IST AG und ESA, die 2014 begann, wurden vier Jahre später alle notwendigen Entwicklungen und Tests erfolgreich abgeschlossen.
Im Weltraum sind die Sensoren konstanten Temperaturzyklen und gelegentlichen Vibrationen ausgesetzt. Bei derart extremen Bedingungen können drahtgewickelte Sensoren schnell versagen. Daher war es für die ESA wichtig, eine stabile Alternative zu finden, die den enormen Temperaturschwankungen standhält. Informationen finden Sie hier: https://www.ist-ag.com/de/news/ist-ag-erhaelt-escc-qualifizierung-fuer-duennschicht-pt-temperatursensoren
Biotechnologie: Feuchte- und Gassensoren in Fermentationsprozessen
In der Biotechnologie werden fortschrittliche Sensoren für die Überwachung von Fermentationsprozessen eingesetzt. Der InPro 5000i ist beispielsweise ein digitaler Online-Sensor zur Messung des Kohlenstoffdioxidgehalts in biopharmazeutischen Zellkulturen und Fermentationsprozessen. Er ermöglicht genaue CO₂-Messungen und Prozesskontrolle in Echtzeit, um die Produktivität von Bioreaktoren zu optimieren.
Diese In-situ-Messungen von CO₂-Konzentrationen erlauben ein sofortiges Reagieren auf Änderungen und maximieren dadurch die Produktivität bei Zellkulturen und Fermentationsprozessen. Der Sensor bietet kurze Ansprechzeiten und eine hohe Signalstabilität. Basierend auf dem anerkannten Severinghaus-Prinzip der CO₂-Messung liefert er zuverlässige und genaue Messungen in biopharmazeutischen Anwendungen.
CO₂ ist ein wichtiger metabolischer Indikator in Anwendungen der Bioprozesstechnik, der den intra- und extrazellulären pH-Wert beeinflusst und sich direkt und indirekt auf die Glykosylierungsmuster und die Molekülstabilität auswirken kann.

Technologische Highlights aus der Schweiz
Die technische Vorreiterrolle der Schweiz im Bereich der Sensorik zeigt sich besonders in den entwickelten Produkten, die durch ihre Präzision und Innovationskraft weltweit Massstäbe setzen. Diese Entwicklungen sind nicht nur Beweise für schweizer Ingenieurskunst, sondern lösen auch komplexe Herausforderungen in verschiedensten Anwendungsbereichen.
Micro-Heater mit integrierter Temperaturregelung
Präzise, zuverlässig und kosteneffizient – die Micro-Heater aus Schweizer Produktion sind wahre Meisterwerke der Miniaturisierung. Mit einem beeindruckenden Temperaturbereich von -50°C bis zu 800°C bieten diese Präzisionsheizquellen aussergewöhnliche Leistungen in kleinsten Räumen. Tatsächlich erwärmen sie sich in nur 10 Sekunden auf über 100°C und eignen sich dadurch ideal für Anwendungen, die schnelle Reaktionszeiten erfordern.
Die Dickfilm-Micro-Heater mit einem Widerstand von 12 Ohm (±10%) und kompakten Abmessungen von nur 13 mm × 16 mm × 0,63 mm werden auf Al₂O₃-Substraten gefertigt. Dabei stehen folgende Vorteile im Vordergrund:
- Schnelle Ansprechzeiten und hohe Temperaturstabilität
- Langzeitstabilität und Überhitzungsschutz
- Zielgerichtete Erwärmung kleinster Räume
- Massgeschneiderte Lösungen für spezifische Anwendungen
Der kleine Formfaktor in allen Formen und Grössen ermöglicht eine präzise und stark lokalisierte Erwärmung von Feststoffen, Flüssigkeiten und Gasen, was diese Technologie für die Medizintechnik, Laserherstellung, Befeuchtungsanlagen und 3D-Druck unverzichtbar macht.
Thermische IR-Emitter für Spektroskopie
Infrasolid, ein Mitglied der IST-Familie, hat sich als Entwickler und Hersteller thermischer Infrarotstrahler etabliert. Diese pulsierbare Infrarot-Strahlungsquellen mit nahezu perfektem Emissionsgrad ähneln in ihrer Leistung einem Schwarzkörper und bieten dank ihrer hohen Stabilität niedrigere Betriebskosten durch seltener notwendige Rekalibrierungen.
Besonders bemerkenswert ist der einzigartige Emitter-Aufbau, der bis zu neunmal mehr optische Leistung erzeugt als andere verfügbare thermische Strahler. Darüber hinaus weisen alle Emitter von Infrasolid eine hohe Stabilität mit minimaler Drift bei konstantem Widerstand auf.
Diese IR-Strahler basieren auf einer patentierten Nanotechnologie und einem patentierten Emitter-Aufbau aus hochschmelzendem Metall. Das freistehende monolithische Strahlungselement und die nanostrukturierte Emitteroberfläche bieten zahlreiche Vorteile für verschiedenste Anwendungen.
Die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten erstrecken sich von der Emissionsüberwachung über Umweltschutz und Sicherheit bis hin zur Öl-, Gas- und Chemieindustrie sowie Lebensmittelanalytik und medizinischen Anwendungen.
Miniaturisierte RTDs mit <20 mm Baugrösse
Die miniaturisierten RTDs (Resistance Temperature Detectors) mit einer Baugrösse unter 20 mm repräsentieren einen bedeutenden Fortschritt in der Temperaturmesstechnik. Diese Sensoren zeichnen sich durch ihre kompakte Bauweise bei gleichzeitig hoher Messgenauigkeit aus und eignen sich dadurch besonders für Anwendungen mit begrenztem Bauraum.
Die miniaturisierten RTDs können in zahlreichen Anwendungsbereichen eingesetzt werden, darunter in medizinischen Geräten, in der Automobiltechnik und in industriellen Messgeräten. Ihre geringe Grösse ermöglicht zudem den Einsatz in tragbaren Geräten und Wearables, wo Platzersparnis ein entscheidender Faktor ist.
Nukleinsäure-Extraktionskits mit Sensorkopplung
Die Entwicklung von Nukleinsäure-Extraktionskits mit Sensorkopplung stellt einen wichtigen Fortschritt im Bereich der molekularen Diagnostik und Biotechnologie dar. Diese innovative Technologie verbindet die präzise Extraktion von DNA und RNA mit integrierter Sensorik zur Echtzeit-Überwachung des Extraktionsprozesses.
Die Sensorkopplung ermöglicht eine kontinuierliche Qualitätskontrolle während des Extraktionsprozesses und liefert wichtige Daten zur Optimierung der Verfahren. Dadurch werden zuverlässigere Ergebnisse in der molekularen Diagnostik erzielt, was besonders in der klinischen Forschung, der Lebensmittelkontrolle und der Umweltanalytik von Bedeutung ist. Mehr dazu: https://www.studysmarter.de/ausbildung/ausbildung-in-chemie/biologielaborant-ausbildung/nukleinsaeure-extraktion/
Insbesondere in der medizinischen Diagnostik tragen diese Systeme zur Verbesserung von PCR-Tests und anderen molekularbiologischen Verfahren bei, indem sie die Qualität und Reinheit der extrahierten Nukleinsäuren sicherstellen. Dies führt zu genaueren diagnostischen Ergebnissen und unterstützt damit die Entwicklung personalisierter Medizinansätze.
Kundenspezifische Sensorentwicklung bei IST AG
Bei jedem Kundenprojekt beginnt unsere Arbeit mit dem Verständnis der spezifischen Anforderungen. Die IST AG verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Entwicklung von Mikrosystemen und kundenspezifischen Sensorlösungen. Diese Expertise ermöglicht uns, massgeschneiderte Sensoren zu entwickeln, die genau auf die Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnitten sind.
Von der Standardanpassung bis zur Neuentwicklung
Unser Entwicklungsprozess beginnt mit einem ersten Treffen, bei dem unsere Ingenieure die spezifischen Anforderungen der Anwendung besprechen. Je nach Komplexität des Projekts kann die Lösung entweder ein bestehender Sensor, ein Standardsensor mit geringfügigen Anpassungen oder eine vollständige Neuentwicklung sein. Die Auswahl der richtigen Materialien und Technologien ist dabei entscheidend für den späteren Erfolg des Produkts. Unsere Spezialisten unterstützen mit ihrer langjährigen Erfahrung bei der Auswahl der am besten geeigneten Lösung.
Neben unserem umfangreichen Standardportfolio bieten wir kundenspezifische Lösungen beziehungsweise Variationen von Standardlösungen an. Unsere Philosophie lautet: Der Kunde hat eine Frage oder ein Problem, und wir entwickeln gemeinsam eine Lösung. Dadurch erreichen wir einen hohen Bindungsgrad mit unseren Kunden.
Rapid Prototyping und Kleinserienfertigung
Nach der Konzeptphase werden für kundenspezifische Designs Prototypen entwickelt und gründlich getestet. Durch Rapid Prototyping können wir den gesamten Prozess der Produktentwicklung erheblich beschleunigen und in Rekordzeit hochwertige, funktionsfähige Prototypen produzieren. Dieser Ansatz ermöglicht sofortiges Feedback, sodass unsere Ingenieure rechtzeitig Änderungen vornehmen und das Produkt laufend verbessern können.
Besonders bemerkenswert ist unsere Fähigkeit, verschiedene Sensormengen innerhalb kurzer Entwicklungs- und Produktionszeiten herzustellen. Dies macht den Entwicklungsprozess effizienter und verkürzt die Markteinführungszeit. Zudem führt die frühzeitige Erkennung von Designfehlern durch Rapid Prototyping zu erheblichen Kosteneinsparungen im Produktentwicklungsprozess.
Kooperation mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen
Eine enge Zusammenarbeit mit einem breiten Netzwerk von Partnern, Universitäten und technischen Instituten ermöglicht es uns, die Grenzen bestehender Technologien zu erweitern. Wir arbeiten mit zahlreichen Hochschulen zusammen, darunter die ZHAW (Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften). Diese Kooperationen helfen uns, Innovationen zu schaffen, die den steigenden Kundenanforderungen in einem breiten Spektrum von Branchen gerecht werden.
Forschungsprojekte werden in verschiedenen Gefässen durchgeführt, beispielsweise durch Innosuisse, das wissenschaftsbasierte Innovationsprojekte zwischen Schweizer Hochschulen und Unternehmen fördert. Auch EU-Projekte wie “Horizon 2020” bieten Möglichkeiten für internationale Konsortien, innovative Technologien zu erarbeiten und zu validieren. Diese Zusammenarbeit fördert den Technologietransfer vom Labor zur Industrie und trägt wesentlich zur kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Sensortechnologien bei.

Digitale Services und smarte Sensorintegration
Die digitale Transformation hat die Art und Weise, wie Sensortechnologien eingesetzt werden, grundlegend verändert. Moderne Sensorlösungen sind nicht mehr isolierte Messgeräte, sondern vernetzte Bestandteile intelligenter Systeme.
Sensorfinder-Tool für individuelle Produktauswahl
Der Produktfinder unterstützt Anwender dabei, die Suche nach dem passenden Sensor, Heizelement oder IR-Emitter gezielt einzugrenzen. Dieses Tool ermöglicht es, basierend auf spezifischen Anforderungen, aus dem umfangreichen Sortiment das optimale Produkt zu finden. Obwohl der Online-Shop eine begrenzte Auswahl der beliebtesten standardisierten Sensoren in kleinen Mengen anbietet, können bei Bedarf grösserer Stückzahlen oder spezieller Anforderungen direkte Anfragen gestellt werden.
Integration in IoT-Systeme und Industrie 4.0
Eine besondere Herausforderung auf dem Weg zur Smart Factory ist die Integration verschiedenartiger Systeme und Daten, da häufig IT-Systeme mit Sensordaten vernetzter Maschinen verbunden werden müssen. In einer Produktionsumgebung, in der Produkte und Anlagen miteinander kommunizieren, beschleunigt sich der Fertigungsablauf, während Kosten sinken und die Effizienz steigt.
Das Internet der Dinge bietet der Industrie zahlreiche Vorteile in Bereichen wie Automatisierung, Effizienz, Wartung und Sicherheit. IoT-Sensoren ermöglichen etwa:
- Vorausschauende Wartung durch Echtzeit-Überwachung von Maschinen
- Datengetriebene Produktionssteuerung zur Reduzierung von Materialverschwendung
- Präzise Bestandsverfolgung durch RFID-Tags
Schlussfolgerung
Die Schweizer Sensortechnologie hat seit 1990 zweifelsohne einen bemerkenswerten Weg zurückgelegt. Unser Land etablierte sich als globales Zentrum für Präzisionstechnologie mit Unternehmen wie IST AG, die durch kontinuierliche Innovation neue Massstäbe setzen. Tatsächlich spiegelt sich diese Entwicklung nicht nur in der Vielfalt der Anwendungsbereiche wider, sondern auch in der aussergewöhnlichen Qualität und Zuverlässigkeit unserer Produkte.
Besonders beeindruckend erscheint die Bandbreite der Einsatzgebiete – von hochpräzisen medizinischen Temperatursensoren über robuste Lösungen für die Automobilindustrie bis hin zu ESCC-zertifizierten Komponenten für die Raumfahrt. Diese Vielseitigkeit unterstreicht die Anpassungsfähigkeit und technische Expertise der Schweizer Sensorhersteller.
Technologische Durchbrüche wie Micro-Heater mit integrierter Temperaturregelung, thermische IR-Emitter und miniaturisierte RTDs haben zahlreiche Industrien transformiert. Gleichzeitig bleibt die kundenspezifische Entwicklung ein Kernaspekt unseres Erfolgs, wobei wir vom Standardprodukt bis zur kompletten Neuentwicklung flexible Lösungen anbieten.
Die enge Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen stärkt additionally unsere Innovationskraft und sichert den Technologievorsprung. Während sich die Digitalisierung weiter beschleunigt, entwickeln sich unsere Sensortechnologien ebenfalls weiter – von isolierten Messgeräten zu vernetzten Komponenten intelligenter Systeme für IoT und Industrie 4.0.
Abschliessend lässt sich feststellen: Die Schweizer Sensortechnologie wird auch zukünftig eine entscheidende Rolle spielen. Unsere Präzision, Zuverlässigkeit und kontinuierliche Innovation bilden das Fundament für zukunftsweisende Lösungen in einer Welt, die zunehmend auf präzise Datenerfassung und intelligente Systeme angewiesen ist. Gerade die Verbindung aus traditioneller Schweizer Qualitätsarbeit und modernster Technologie wird auch in den kommenden Jahrzehnten unsere besondere Stärke bleiben.
FAQs
Q1. Was macht die Schweizer Sensortechnologie so besonders? Die Schweizer Sensortechnologie zeichnet sich durch höchste Präzision, Zuverlässigkeit und kontinuierliche Innovation aus. Seit den 1990er Jahren haben Schweizer Unternehmen wie IST AG weltweit Massstäbe in der Entwicklung hochpräziser Sensoren gesetzt, die in verschiedensten Branchen von der Medizintechnik bis zur Raumfahrt zum Einsatz kommen.
Q2. In welchen Bereichen werden Schweizer Sensoren hauptsächlich eingesetzt? Schweizer Sensoren finden breite Anwendung in der Medizintechnik (z.B. präzise Temperaturmessung), der Automobilindustrie (E-Mobilität und Abgasüberwachung), der Raumfahrt (ESCC-zertifizierte Temperatursensoren für Satelliten) und der Biotechnologie (Feuchte- und Gassensoren in Fermentationsprozessen).
Q3. Wie unterstützt IST AG Kunden bei der Entwicklung spezifischer Sensorlösungen? IST AG bietet kundenspezifische Sensorentwicklung von der Standardanpassung bis zur kompletten Neuentwicklung. Das Unternehmen nutzt Rapid Prototyping für schnelle Entwicklungszyklen und arbeitet eng mit Kunden zusammen, um massgeschneiderte Lösungen zu entwickeln, die genau auf deren Anforderungen zugeschnitten sind.
Q4. Welche technologischen Innovationen hat die Schweizer Sensortechnologie hervorgebracht? Zu den bemerkenswerten Innovationen gehören Micro-Heater mit integrierter Temperaturregelung, thermische IR-Emitter für Spektroskopie, miniaturisierte RTDs mit einer Baugrösse unter 20 mm und Nukleinsäure-Extraktionskits mit Sensorkopplung. Diese Technologien zeichnen sich durch hohe Präzision und Effizienz aus.
Q5. Wie integriert sich die Schweizer Sensortechnologie in die digitale Transformation? Schweizer Sensorhersteller entwickeln zunehmend vernetzte Lösungen für IoT und Industrie 4.0. Sie bieten digitale Services wie Sensorfinder-Tools für die Produktauswahl und unterstützen die Integration ihrer Sensoren in smarte Systeme. Dies ermöglicht Echtzeit-Datenerfassung, vorausschauende Wartung und effizientere Produktionsprozesse.